Revision im Strafrecht

Eigene Fälle und BGH-Rechtsprechung

Auf dieser Seite finden Sie Mitteilungen aus Revisionsverfahren unserer Kanzlei und – deutlich getrennt davon – Besprechungen veröffentlichter Entscheidungen des Bundesgerichtshofs.

Eigenes Verfahren

Eigene Fälle

Mitteilungen aus Revisionsverfahren, an denen unsere Kanzlei beteiligt war.

Eigenes Verfahren

13.11.2024

Revision erfolgreich: Urteil wegen Kindesmissbrauchs fehlerhaft (Hamburg)

In einem Verfahren wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in acht Fällen vor dem Landgericht Hamburg wurde der Beschuldigte zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt. Die von uns vertretene Revision hatte vollumfänglich Erfolg: das Urteil wird aufgehoben und die Sache zur neuen Verhandlung zurückverwiesen.

Eigenes Verfahren

13.08.2024

Revision erfolgreich: Verurteilung wegen Betrugs aufgehoben (Essen)

Auf unseren Antrag hin hat das Oberlandesgericht Hamm eine Verurteilung unseres Mandanten zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten in der Strafzumessung aufgehoben und an das Landgericht Essen zurückverwiesen. Der Mann bekommt nun die Chance, im Rahmen einer neuen Verhandlung eine Bewährungsstrafe zu bekommen.

Eigenes Verfahren

09.04.2024

Vergewaltigung: Urteil erst aufgehoben, dann Angeklagter freigesprochen (Münster)

Gutes Ende eines vier Jahre andauernden Strafverfahrens: nachdem unser Mandant zunächst wegen Vergewaltigung zu einer Haftstrafe von 7 Jahren verurteilt worden war, hatte unsere Revision vollständig erfolgt. In dem neuen Verfahren sprach ihn das Gericht frei.

Eigenes Verfahren

07.02.2024

Sexueller Missbrauch von Kindern: Sprungrevision erfolgreich (Wuppertal)

Das Oberlandesgericht Hamm hat auf die Sprungrevision unserer Kanzlei hin ein Urteil des Amtsgerichts Wuppertal wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vollständig kassiert und die Sache zur erneuten Verhandlung zurückverwiesen.

Eigenes Verfahren

18.02.2022

Revision: Urteil wegen Handeltreiben mit Betäubungsmitteln rechtsfehlerhaft (OLG Saarland)

Das saarländische Oberlandesgericht hat die Verurteilung unseres Mandanten kassiert und die Sache zur erneuten Verhandlung an das Landgericht Saarbrücken zurückverwiesen. Dieses hatte unseren Mandanten Mitte 2021 zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Das Urteil basiere auf rechtsfehlerhafter Grundlage. Unser Mandant bekommt in einer neuen Verhandlung nun die Chance, eine Gefängnisstrafe zu vermeiden.

Eigenes Verfahren

15.12.2021

Revision erfolgreich: Urteil wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vollständig aufgehoben (LG Stuttgart)

Der Bundesgerichtshof hat auf die Revision der Verteidigung in ein Urteil des Landgerichts Stuttgart wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in 14 Fällen aus dem Jahre 2020 vollständig aufgehoben und die Sache zur erneuten Verhandlung an eine andere Strafkammer des Landgerichts Stuttgart zurückverwiesen. Damit hat die Revision der Verteidigung erfolgt, der Beschuldigte erhält in einem neuen Verfahren die Chance, seine Unschuld

Eigenes Verfahren

20.09.2021

Revision erfolgreich: Verfahren ohne Anwalt prozessual rechtsfehlerhaft (OLG Hamm)

Das Oberlandesgericht Hamm hat auf die Sprungrevision der Verteidigung hin eine Entscheidung des Amtsgerichts Gelsenkirchen aufgehoben. In dem Verfahren war meine Mandantin zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden, in dem Verfahren war die Mitbeschuldigte, die jedoch nicht durch einen Anwalt vertreten.

Eigenes Verfahren

26.08.2021

Versuchter Mord: Revision erfolgreich, Urteil teilweise aufgehoben (Bamberg)

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat sich dem Revisionsvorbringen der Verteidigung zum weit überwiegenden Teil angeschlossen und ein Urteil des Landgerichts Bamberg wegen versuchten Mordes kassiert. Damit erhält der Beschuldigte in einem neuen Prozess eine zweite Chance, seine Unschuld zu beweisen.

Eigenes Verfahren

21.07.2021

Revision erfolgreich: Urteil „durchgreifend rechtsfehlerhaft“ (OLG Hamm)

In einem Verfahren wegen Besitzes von Kinderpornographie hat das Oberlandesgericht Hamm auf die Sprungrevision der Verteidigung hin eine Entscheidung des Amtsgerichts Dortmund aufgehoben und zugleich sehr deutliche Worte für den Prozessverlauf und das Urteil gefunden.

BGH-Rechtsprechung

BGH-Rechtsprechung

Dass Rechtsfehler sehr unterschiedliche Folgen haben können, zeigen auch Entscheidungen des Bundesgerichtshofs.

Diese Entscheidungen stammen nicht aus Mandaten unserer Kanzlei. Sie zeigen, weshalb es in der Revision darauf ankommt, den möglichen Fehler und den davon betroffenen Teil des Urteils genau zu bestimmen.

BGH-Rechtsprechung

BGH 2 StR 799/25: Wenn eine als wahr unterstellte Tatsache im Urteil übergangen wird

Der BGH hebt ein Urteil auf, weil eine als wahr unterstellte Tatsache in der Beweiswürdigung übergangen wurde. Bedeutung für die Revision.

BGH-Rechtsprechung

BGH 3 StR 99/25: Wann das Gericht ein Gutachten zur Aussagefähigkeit nicht einfach ablehnen darf

Das Gericht lehnt ein Gutachten zur Aussagefähigkeit ab. BGH 3 StR 99/25 zeigt, wann eigene Sachkunde nicht genügt und eine Revision ansetzen kann.

BGH-Rechtsprechung

BGH 1 StR 119/26: Fehlende Signatur – Verhinderung des Richters nicht ausreichend geprüft

Ein abgeordneter Richter signiert das Urteil nicht fristgerecht. Warum der Verhinderungsvermerk hier nicht genügte und der BGH das Urteil aufhob.

BGH-Rechtsprechung

BGH 1 StR 594/25: Erst Staatsanwältin, dann Richterin in derselben Sache

Zuvor Staatsanwältin in derselben Sache: Der BGH hebt ein Mordurteil auf. Wann eine frühere Tätigkeit zum gesetzlichen Richterausschluss führt.

BGH-Rechtsprechung

Höhere Strafe, weil Sie auch legal hätten Geld verdienen können?

Höhere Strafe, weil legale Alternativen bestanden? Der BGH beanstandet die Strafzumessung. Was die Entscheidung für eine Revision bedeutet.

BGH-Rechtsprechung

Telegram-Chats im Strafurteil: Durften die Ermittler Ihre alten Nachrichten überhaupt erheben?

Heimlich erhobene ältere Telegram-Chats dürfen nicht immer verwertet werden. Wann der Zugriff rechtswidrig ist und eine Revision ansetzen kann.

BGH-Rechtsprechung

Verschärfter Tatvorwurf kurz vor dem Urteil: Ihre Verteidigung braucht Zeit

Verschärfter Tatvorwurf, neue Beweise und sofort das Plädoyer? Wann fehlende Vorbereitungszeit für die Verteidigung zur Urteilsaufhebung führen kann.

BGH-Rechtsprechung

Hauptverhandlung beginnt neu: Was wird aus früheren Gesprächen über Ihre Strafe?

Nach Neustart der Hauptverhandlung müssen frühere Verständigungsgespräche erneut offengelegt werden. Wann fehlende Transparenz eine Revision begründet.

BGH-Rechtsprechung

Zeugin erneut ohne Öffentlichkeit vernommen: Wann das Urteil aufgehoben werden muss

Erneute Zeugenvernehmung ohne Öffentlichkeit: Wann ein neuer Gerichtsbeschluss erforderlich ist und sein Fehlen zur Aufhebung der Verurteilung führt.

BGH-Rechtsprechung

Nach Ihnen spricht noch ein Mitangeklagter: Wurde Ihr letztes Wort verletzt?

Nach Ihrem letzten Wort spricht ein Mitangeklagter: Wann liegt kein Verfahrensfehler vor, und warum können neue Tatsachen dennoch wichtig sein?

Beginnen wir mit dem Urteil

Für den ersten Kontakt brauchen Sie keine juristisch ausgearbeitete Begründung.

Wichtig sind zunächst das zuständige Gericht, das Aktenzeichen, das Datum der Urteilsverkündung und die Information, ob bereits Revision eingelegt wurde.

Liegt das schriftliche Urteil schon vor, senden Sie es mit. Bei laufender Frist muss nicht auf die vollständige Gerichtsakte gewartet werden.

Alles Weitere beginnt mit dem Urteil selbst.

Und mit der Stelle, bei der für Sie die Frage geblieben ist:

Muss das wirklich so bestehen bleiben?